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Mythologie der Kometen im Altertum
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Erscheinungsbild
Der Begriff "Komet" stammt aus dem Griechischen und bedeutet
"der Haarige" bzw. "Haarstern".
In Sonnennähe zeigen Kometen einen diffus-verwaschenen
Kernbereich, die sogenannte Koma;
sie ist eine optisch dichte Gas- und Staubumgebung, in die
der eigentliche Kern (nicht sichtbar) eingehüllt ist.
Ferner existieren ein oder mehrere Schweife:
Der Plasmaschweif, bestehend aus ionisierten Teilchen,
ist radial von der Sonne weggerichtet;
der stärker gekrümmte Staubschweif setzt
sich aus mikrometergroßen Partikeln zusammen, die das
Sonnenlicht reflektieren.
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Kometen in der griechisch-römischen Antike
Unklar war über die Jahrhunderte die rämliche
Zuordnung der Kometen, d.h. ob sie Teil des Kosmos (Astronomie)
oder der Erde (Meteorologie) waren.
- Die Pythagoreer (5 Jh. BC) glaubten, daß es nur einen
Kometen gab, der sich auf einer inneren planetenähnlichen
Bahn bewegte, da sein Abstand zur Sonne stets relativ klein
blieb.
- Demokrit (um 420 BC) und Anaxagoras (ca. 500-428 BC)
erklärten, daß ein Komet aus der Konjunktion
zweier Planeten entstünde,
wenn sich diese nahe kommen und zu berühren scheinen.
- Appolonius (4 Jh. BC) behauptete, daß Kometen so zahlreich
seien wie sie variierten; ihre Bahnen reichten von einer
oberen Grenze des Universums bis zu den niederen Sphären,
wo man sie sichtete.
- Aristoteles (384-322 BC) hielt sie für Ausdünstungen
der irdischen Atmosphäre; feucht-warme Luftmassen
stiegen auf und entzündeten sich an der Grenze zur
"Sphäre des Feuers".
Seine grundsätzliche Lehrmeinung überdauerte
das gesamte Mittelalter.
- Seneca (4 BC-65 AD) trug zur wissenschaftlichen Erkenntnis
nicht sehr viel bei, doch unterstützte er die heute
modernen Ideen: geschlossene Bahnen, ihre Vielfalt und
ihre periodische Wiederkehr.
- Claudius Ptolemäus (ca. 100-175 AC) förderte
durch seine astrologische Sichtweise die bereits geläufige
Ansicht, daß Kometen böse Omen seien.
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Komet auf röm. Münze
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Unter den alten Gelehrten galten Aristoteles und Ptolemäus
als die beiden dominierenden Autoritäten, doch keiner
von beiden betrachtete Kometen als wirkliche Himmelskörper.
Herausragende Kometen in der Geschichte
Die ersten bekannten Erwähnungen von Kometen gehen ins
11. Jahrhundert BC zurück.
Ungefähr um 1059 BC berichtet eine chinesische Quelle,
daß ein "Besenstern" mit einem Stiel nach Osten deutend
während eines Krieges erschien (Tabelle nach Donald
Yeomans, 1991).
Man schätzt, daß es Billionen oder mehr Kometen
gibt, die sich um die Sonne bewegen, aber nur wenige von
ihnen sind bisher ins innere Sonnensystem vorgedrungen.
Die manchmal spektakuläre Erscheinung gehört
ohnehin zu den ganz seltenen Fällen.
Last modified: 2003, Jul 18